Unfall ohne Schutzbekleidung!

Schon vor über einem Jahr wurde ich auf einen Bericht der Webseite Drivecompany.cc vom November 2006 aufmerksam, auf der eine exklusive Übersetzung eines Unfallberichts veröffentlicht wurde. In diesem Bericht beschreibt eine verunfallte junge Frau namens Brittany Morrow, wie sie bei hohem Tempo als Sozia hinter ihrem Freund auf dem Motorrad sitzend den Halt verlor und vom Motorrad stürzte. Bekleidet war sie eher für den Strand oder Pool als für eine Motorradfahrt:

Ich hatte meine Lesebrille gegen lässige Sonnenbrillen getauscht, trug anstatt meines Cowboyhutes einen zu großen Motorradhelm und sonst auch nicht rasend tolle Schutzkleidung: Capri-Jeans, Turnschuhe und ein eilig über meinen Bikini gestreiftes Sweatshirt.

Sie beschreibt in beängstigenden Details, wie sie in kurzer Zeit die Kraft verlor, sich weiter festzuhalten und beschreibt auch in grauenvollen Details, was sie kurz nach dem Unfall und bei der Behandlung durch machen mußte.

Meine Knie hatten während der Reise über den Asphalt offenbar ins Freie gefunden und kleine Steinchen waren daran haften geblieben – so dachte ich jedenfalls. Später fand ich heraus, dass meine Kniescheiben selber über den Boden gerutscht waren, die darüber liegende Haut dürfte nach dem ersten Bodenkontakt sofort abgetragen worden sein […]

Ich roch mein Blut, als es sich in einer Pfütze unter meinem Körper zu sammeln begann.[…]

Es fühlt sich an, als hätte jemand einen riesigen Blutegel auf die schmerzhafteste Schürfwunde gelegt, die man sich vorstellen kann. Wenn man ein richtig schlimm aufgeschürftes Knie aus der Kindheit mit 50 multipliziert und auf 55 Prozent der Körperoberfläche verteilt, dann kann man sich die Schmerzen vorstellen. Und nun stelle man sich noch vor, es kommt jemand und saugt 24 Stunden am Tag mit einem kräftigen Staubsauger drauf herum.

Der gesamte Bericht ist unter >diesem Link< zu finden. Die auszugsweise Veröffentlichung und Verlinkung des entsprechenden Berichts wurde mir freundlicherweise von der Drivenews Redaktion gestattet.

Besucht diesen Link, lest den gesamten Bericht und überlegt euch im nächsten heißen Sommer gründlich, ob eine Jeans und eine Sommerjacke die richtige Bekleidung sind. Meine Meinung: Lieber nach Schweiß stinken als nach geronnenem Blut.

1 Gedanke zu “Unfall ohne Schutzbekleidung!

  1. Die Versuchung, sich besonders an einem herrlichen Sommertag, luftig bekleidet aufs Moped zu setzen ist bei mir IMMER da. „Helm auf und los gehts“ hätte ich gerne als Motto, aber die Vernunft siegt. Lieber das aufwändige Ankleiden in Kauf nehmen, als die Haut auf dem Asphalt zu lassen.

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